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Fr, 17. Februar 2017

Ein kleiner Protest-Aufschrei und sein Echo

Auszüge aus dem Medienecho (Klick für Vollansicht)

Es sollte ein kleiner Aufschrei sein gegen eine mögliche Verbannung von Menschen aufgrund ihrer Nationalität aus einem griechischen Stadion. Es war nur ein kleiner Offener Brief am Samstagmorgen, verfasst von Emspower Rheine an die UEFA. Und was wurde daraus? Immer erreichten wir damit ein Echo beim größten seriösen Nachrichtenportal Deutschlands. Ein (ganz kleiner) Pressespiegel.

Erst brodelte es nur leicht, als die ersten Blogs am Dienstagmorgen anfingen, dieses Thema, das zuerst am Freitagnachmittag in einem Bericht auf der Website der Ultras Gelsenkirchen publiziert wurde, aufzugreifen. 

"Spiegel online" berichtete am Donnerstag, also am Tag des Spiels unseres FC Schalke 04 in Thessaloniki bei PAOK: "In einem offenen Brief an die Uefa äußert der Schalker Fanklub 'Emspower Rheine' Entsetzen." Stimmt soweit. Und im Bericht des Autoren Jan Göbel dreht sich tatsächlich vieles um unsere Initiative: "Man sei schockiert über die Vorgehensweise von Paok, hieß es auf der Homepage des Schalker Fanklubs", so der Journalist weiter, der daraufhin tatsächlich Stellungnahmen der daran beteiligten Organisationen einsammelte. "Die Uefa teilte dem SPIEGEL mit, Paok habe versichert, es würde in diese Richtung keine spezifischen Kontrollen geben. Ein Sprecher des griechischen Erstligisten wollte das Vorgehen gegenüber dem SPIEGEL nicht weiter kommentieren. Er sagte jedoch, alle Sicherheitsbestimmungen seien im 'gemeinschaftlichen Einverständnis zwischen der Uefa und dem FC Schalke vereinbart worden'." Das wiederum wollte Schalke 04 so wohl nicht stehen lassen. "Der angebliche Ausschluss mazedonischer Fans sei nicht im gemeinsamen Einvernehmen getroffen, sondern von Paok festgesetzt worden, teilte ein Schalker Klubsprecher dem SPIEGEL mit." Na dann.

Was wir nicht wissen ist, ob nun mazedonische Schalke-Freunde im Toumba-Stadion, der am Abend spätestens nach 30 Minuten doch recht stillen "schwarzen Hölle" von Saloniki, waren. Jedenfalls gab es ein Foto von Fans des mazedonischen Erstligisten Vardar Skopje. Einige Mazedonier sollen von zwei Bussen mit einer Besetzung aus Gelsenkirchen in Skopje abgeholt und dann gemeinsam zum Spiel ins Land eingereist sein. Das werden vermutlich die nächsten Tage zeigen - vermutlich gibt es einen Bericht im "Blauen Brief" der Ultras Gelsenkirchen zum nächsten Heimspiel.

Was wir aber wissen: Auch unsere heimische Lokalzeitung hatte von unserer Initiative Wind bekommen und berichtete am Mittwoch in ihrer Ausgabe unter dem Titel "Emspower kritisiert Fan-Ausschluss". Das tat die Zeitung weit weniger investigativ als der Spiegel - denn sie recherchierte "nur" auf unserer Homepage und in den einschlägigen Schalke-Blogs, nicht bei den Pressestellen der Clubs oder der UEFA selbst. Aber wir finden: Das kann man auch gar nicht von den Lokalsport-Redakteuren erwarten. Wir freuen uns einfach darüber, dass wir so in Rheine mal wieder Gesprächsthema waren. 

Unsere neunköpfige Auswärtscrew reist heute zurück nach Deutschland. Sie schaffte es, die wohl unfassbar strengen Sicherheitsauflagen - offensichtlich unbeschadet - über sich ergehen zu lassen, wie ein Foto aus der Gästekurve am späten Abend zeigte. Wir freuen uns auf ihre Rückkehr. Für einige steht dann nämlich die nächste Tour an: diesmal nur nach Köln...

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