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Sa, 15. April 2017

Eurofeiglinge und Nulpen aus Amsterdam

Eurofighter? Daran wollten sie erinnern, sich anlehnen, so sein wie die Mannschaft von 1996/97. Das haben sie vorher gesagt. Aber nach dem 0:2 im Hinspiel, das ein 0:5 hätte sein können, muss man sagen: "Eurofeiglinge" (westline.de) oder "Nulpen aus Amsterdam" (Ruhr Nachrichten)  ist zwar hart, aber es passt schon. 

Nach dem Fight von Mönchengladbach waren wir alle miteinander endgültig in Eurofighter-Stimmung. Das kann was werden mit einer Saison, in der sich unsere Jungs unsterblich machen. Mit neuen Geschichten, nicht denselben wie 1997. Aber mit ähnlich guten. Nun, nach dem Viertelfinal-Hinspiel von Amsterdam, das wir mit 0:2 verloren haben - und zwar wehrlos - kann man kam noch daran glauben. 

Fotos aus der AmsterdamArenA

Mit Vorfreude sind die rund 3000 Schalker in die benachbarten Niederlande gereist - mit Verwunderung kehrten sie zurück. Hatten wir das wirklich gesehen, was da in der AmsterdamArenA passiert ist? Haben wir wirklich zwei Mannschaften gesehen, die so gar nichts miteinander gemeinsam hatten? Eine Heimmannschaft, die rannte, kämpfte, technisch brillierte, gedanken- und handlungsschnell war und unsere Jungs auf dem Bierdeckel schwindelig spielte; und eine, die langsam war, total überfordert, kaum mal in Ballbesitz und so gut wie nie gefährlich vor dem gegnerischen Tor, dafür mies im Zweikampfverhalten und vollkommen verunsichert. 

Man wundert sich, wie das in eine Viertelfinale passieren kann. Man wundert sich vor allem vor dem Hintergrund, dass sie vorher immer wieder dieselben Töne von sich geben - von "wir müssen alles geben", von "ein Tor wäre eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel", von "wir kennen die Stärken des Gegners". Alles Lippenbekenntnisse. Man muss sich schon wundern, wenn nach dem Spiel ein Käpt'n sagt, er habe schon beim Aufwärmen bemerkt, dass an dem Tag etwas fehlt. Wie kann man das bemerken, aber dann nicht gegensteuern, auf den Tisch hauen, jeden einzelnen wachrütteln?

Es ist noch ein Spiel, es ist noch nicht alles verloren. Aber wie sollen wir nach so einem Auftritt noch auf das Rückspiel hoffen? Das geht doch nicht. 

So wird unsere Europa-Saison enden. Es ist nicht schlecht, das Viertelfinale zu erreichen. Aber wenn man schon dort ist, dann muss man auch den Anspruch haben, alles zu geben, um weiter zu kommen - zumal in der Liga auch nicht alles rosig ist. 

Wenn wir an Amsterdam zurück denken, bleiben uns noch zwei Dinge in Erinnerung: eine richtig stimmungsvolle Arena mit starken Heimfans und eine Anwesenheitskontrolle, die eindeutig optimiert werden müsste. 

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