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Fr, 17. März 2017

Die Auferstehung der Eurofighter

Schalke besiegt Mönchengladbach - also indem Schalke zweimal unentschieden spielt. Und durch die Europapokal-Arithmetik ins Viertelfinale einzieht. Wir fahren europäisch auswärts - etwa 90 Kilometer westlich von Gelsenkirchen. Zur Borussia. Alles sonderbar. Aber was wir erlebten, ist einfach wunderbar. Es fühlte sich an wie die Auferstehung der Eurofighter.

Denn Schalke stand wieder auf: Nach dem 1:1 im Hinspiel, einem guten Spiel mit Feldüberlegenheit und als Rehabilitation für das 2:4 wenige Tage zuvor im Borussiapark in der Liga sehr geeignet, sah es dabei zur Halbzeitpause mies aus. Schalke spielte zwar ganz gut, aber lag trotzdem 0:2 zurück. Das Döp-Döp-Döp von Scooter hatten wir da zweimal über uns ergehen lassen müssen. Aber dann, dann kam die zweite Halbzeit - und am Ende kaperten wir diesen fiesen Chant aus der grün illuminierten Wellblechhütte am Nordring. (Zum Döp-Döp-Thema bitte hier im Web04 diesen Blogpost lesen - großartig!)

Schalke 04 zeigte eine zweite Halbzeit, die unglaublich energisch war. Ein schnelles 1:2 und ein Angriffssturm, der über den Rasen brauste - lange hatten wir unser Schalke nicht mehr so aggressiv gesehen, lange nicht mehr so entschlossen. Und auf den Rängen brauste es auch. Man muss schon sagen, dass der blau-weiße Mob beeindruckend laut war. Im Oberrang der Kurve war von den Gladbachern auf der Nordtribüne wirklich nur ganz selten überhaupt was zu hören. Es war ganz sicher einer der besten, wenn nicht der beste Auftritt der Schalker Fans in den vergangenen Jahren. Und das galt nicht erst nach der Pause, als das Tempo auf dem Rasen sich zusätzlich auf die Tribüne übertrug. Wenn Christian Heidel und Leon Goretzka nach dem Spiel sagten, dass unsere Fans zeitweise für ein Heimspiel in Mönchengladbach gesorgt hätten - nach meinem Eindruck ist das untertrieben, das "zeitweise" müsste man nämlich eigentlich streichen.

Wie dem auch sei: Nachdem wir diese Saison zu einer Eurofighter-Saison gekürt hatten, 20 Jahre nach dem UEFA-Cup-Triumph, so ist es nun wirklich eine neue. 1996/97, da wurden die Eurofighter geboren in K.O.-Spielen, in denen es so eng zuging wie jetzt am Niederrhein. Jetzt stehen wir im Viertelfinale. Und statt Valencia (1997) treffen wir jetzt im April auf Ajax Amsterdam. Ein Grund zur Vorfreude! Wieder nur eine Zwei-Drei-Autostunden-Entfernung. Die nächste Gelegenheit, das Auswärts- zu einem Heimspiel zu machen.

Danke Jungs für dieses Spektaktel! Die Reise geht weiter.

Ach ja, lustig wurde es noch, als wir nach dem Spiel auf dem Rückweg zum Parkplatz den Mann mit den Spieltagsschals trafen. Ein geteilter Schal Gladbach/Schalke? Das kann es nicht geben. Wir dachten kurz daran, wie das wäre, wenn wir im Europapokal auf diese andere Borussia getroffen wären... In Freundschaft oder so - jo, dieser Schal wäre sicher ein echter Verkaufsschlager geworden.

Achtung: Fotos in unserer Galerie! :-)

Dieser Beitrag erschien auch im Schalkeweb.

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