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Fr, 03. August 2018

Emspower gibt Projekt Kleinbus-Kauf auf

Die Pläne, einen eigenen Kleinbus zu kaufen, um damit Auswärtsfahrten einfacher für unsere Mitglieder zu machen, sind zu den Akten gelegt. Der Vorstand hat entschieden, dass wir dieses Projekt von 2017/18 nicht weiter verfolgen. Das hat eine ganze Reihe von Gründen.

An sich eine gute Idee: Das Grüppchen an Leuten, das unseren FC Schalke 04 gern durch die ganze Republik und nach Europa begleitet, soll es möglichst einfach haben, dem Hobby nachzugehen. Dafür sind wir ein Fanclub, dessen oberstes Ziel es ist, unseren geliebten FC Schalke 04 zu unterstützen, wo immer es geht. Über ein Jahr lang sind wir darum mit der Idee eines Kaufs eines Fanclub-Kleinbusses schwanger gegangen. Schließlich können andere Fanclubs das doch auch. 

Trotzdem überwiegen die Schwierigkeiten, das hat das eine Jahr der intensiven Beschäftigung mit diesem Thema gezeigt. Darum wird der Vorstand trotz des Beschlusses der Fanclubmitgliedschaft auf einer außerordentlichen Versammlung im Sommer 2017 nun davon Abstand nehmen. "Es ist grundsätzlich nach anfänglicher Euphorie Ernüchterung beim Vorstand eingetreten", heißt es im aktuellen Rundbrief an die Mitglieder. "Wir haben uns deshalb schweren Herzens dazu entschieden, das Projekt Kleinbus-Kauf als derzeit für uns leider nicht durchführbar zu beenden", so der Vorstand. Die Gründe: 

Grund 1: Ganz schnell mussten wir feststellen, dass wir für das freigegebene Budget kein Fahrzeug finden, das unseren Vorstellungen entsprochen hätte. Bei einer solchen Kaufentscheidung darf es keinerlei Zweifel oder Unsicherheit geben, was bei jedem der in Frage kommenden Autos der Fall war. Mal war es der Kilometerstand, mal der Zustand, mal der verlangte Preis, mal der Standort, der uns Unbehagen beschert hat.

Grund 2: Ein Kleinbus-Leasing, das wir im Januar geprüft haben, erwies sich für uns als ebenso nicht umsetzbar wie die Erweiterung unserer finanziellen Möglichkeiten durch ein auf der JHV vorgeschlagenes Crowdfunding, was wir ebenfalls im Frühjahr geprüft haben.

Grund 3: Erste Dieselfahrverbote kommen auf - und es sieht so aus, als werden es bald noch mehr.

Grund 4: Wir hatten lediglich 15 Auswärtskartenkäufer mit Individualanreise in der Saison 2017/18. Das wären die potentiellen Kleinbusmitfahrer. Etwas zu wenig, wenn man bedenkt, das nicht jeder jedes Mal dabei wäre. Das Risiko, dass der Kleinbus am Ende mehr herumsteht als auf der Straße zu sein, ist zu groß.

Grund 5: Die Auswärtskartenpolitik für Fanclubs könnte sich bald (2021) ändern. Der FC  Schalke 04 und der SFCV haben bis dahin noch einen Vertrag über die Abwicklung. Sollte es keinen neuen Vertrag geben und der Verein die Auswärtskartenverteilung selbst abwickeln, dann könnte es sein, dass er Fanclubs abstraft. Denn der Verein will, dass Auswärtsfahrer Schalkemitglieder sind. Wer das nicht ist, könnte dann eventuell auch keine Karte mehr bekommen. Bei Emspower Rheine sind rund 40 Prozent auch Schalke-Mitglied. Das ist eine gute Quote, wenn man mit anderen Fanclubs vergleicht. 

Grund 6: Wie der Vorstand im Zuge seiner Bemühungen feststellen konnte, steckt bei anderen Fanclubs, die einen Kleinbus nutzen können, vielfach ein hohes Maß an Privatinitiative in finanzieller Hinsicht und Expertise von engagierten und aktiven Vereinsmitgliedern dahinter: Sie sind zum Teil Autohändler oder Kfz-Mechatroniker. Darauf kann Emspower aktuell nicht zurückgreifen.

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